Aktualisiert: 12.02.2026

Grundschule Donaustauf

Erhalten statt Neubau

Die GDS-Arbeitsgruppe Grundschule hat sich mit Lehrkräften, Schülern, Eltern sowie Architekten und Bauingenieuren ausgetauscht und das Schulareal, die Schulwege und das bestehende Gebäude genau unter die Lupe genommen. Darauf aufbauend wurde ein gestaffelter 10-Jahres-Maßnahmenplan entwickelt, der den Erhalt und die behutsame Weiterentwicklung der Schule in den Mittelpunkt stellt.

Die Maßnahmen können bedarfsgerecht und schrittweise umgesetzt werden. Sie kommen ohne kostenintensive Förderauflagen aus, wie sie bei einem Neubau oder einer umfassenden Sanierung üblich sind. Ziel ist es, die Schule funktional, sicher und zukunftsorientiert zu erhalten – mit Augenmaß und im Rahmen der verfügbaren Mittel.


Zukunft im Bestand – Erhaltungs- und Entwicklungskonzept

Prio 1

Maßnahmen, die ohne lange Vorlaufzeit realisiert werden können und rasch Wirkung zeigen:

  • Austausch der undichten, energetisch veralteten Fenster an der Nordseite
  • Umstellung auf LED-Beleuchtung
  • Erneuerung der digitalen Ausstattung in den Klassenzimmern
  • Außenbeschattung der Südseite
  • Aufwertung des Pausenhofs
  • Glasfaseranschluss
  • Umbau eines ungenutzten Raumes zu einem modernen Klassenzimmer mit Differenzierung

Prio 2

Maßnahmen mit größerem Planungs-, Genehmigungs- oder Investitionsbedarf:

  • Drainage und Modernisierung einzelner Gebäudeteile
  • Neues Heiz- und Energiekonzept inkl. Vollwärmeschutz und PV-Anlage
  • Umgestaltung der Aula: Veraltete Schaukästen entfernen und flexible Sitzgelegenheiten schaffen, die als Lern- und Veranstaltungsbereich genutzt werden können
  • Renovierung und funktionale Verbesserung der Turnhalle
  • Erneuerung der Elektrik
  • Ertüchtigung der Sanitäranlagen inklusive barrierefreier Ausführung sowie Aufwertung der Außensportanlagen


Gebäude & pädagogische Nutzung

Der bestehende Standort bietet große Klassenzimmer, breite Gänge, Nebenräume, Atrium, Aula und ist geeignet für flexible Lernformen. Ein Neubau müsste mit weniger Fläche und kleineren Räumen auskommen. Fazit: Der Bestand ermöglicht pädagogische Vielfalt ohne Flächenverlust.


Grundstück & Umfeld

Der aktuelle Standort verfügt über großzügige Sport- und Erweiterungsflächen, viel Natur, liegt zentral und ist fußläufig erreichbar. Der neue Standort bietet weniger Natur, liegt an der Staatsstraße und erfordert einen innerörtlichen Schulbus; Erweiterungen sind kaum möglich. Fazit: Freiflächen fördern den Bewegungsdrang der Kinder, die zentrale Lage unterstützt Selbstständigkeit und soziale Kontakte.


Sportstätten

Die Sportflächen sind direkt angebunden und die Turnhalle ist mit Hausschuhen erreichbar. Ein Neubau würde die Nutzung externer Anlagen erforderlich machen, was erheblichen Wegezeiten und organisatorischen Mehraufwand zur Folge hätte. Fazit: Bessere Alltagstauglichkeit am bestehenden Standort und Erhalt des öffentlichen Bolzplatzes an der Inlinerhalle.


Entscheidend sind nicht nur bauliche Aspekte: Der Abriss setzt graue, gebundene Energie frei und vernichtet wertvolle Ressourcen. Durch Flächenverkauf und die angedachten Baumaßnahmen gehen außerdem zukünftige Gestaltungsspielräume für Kinder und Gemeindeentwicklung verloren.


Kernfrage: Ist es sinnvoll, intakte und solide gebaute Gebäude abzureißen und damit dauerhaft Flächenpotenziale sowie zukünftige Entwicklungsspielräume aufzugeben, obwohl aktuell keine zwingende Notwendigkeit besteht?

Die bestehende Schule ist beliebt und der Standort hat sich über Jahrzehnte bewährt. Die Schule überzeugt durch solide Bauweise, große Klassenzimmer, ausreichend Flächen, großzügige Außenbereiche, viel Natur und eine zentrale Lage – beste Voraussetzungen für modernes Lernen und ein lebendiges Schulumfeld. Diese Stärken gezielt weiterzuentwickeln bedeutet, Bewährtes zu erhalten und Schritt für Schritt notwendige Verbesserungen umzusetzen – angepasst an die Möglichkeiten der Gemeinde und mit Blick auf Kinder, Lehrkräfte und Bürger.